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THE COOL RULER

31/10/2010

Vor zwei Jahren durfte ich Zeuge Gregorys Performance im Knust werden. Sichtlich gealtert, konnte er mich doch noch immer mit seiner Stimme überzeugen. Damals ahnte ich, dass dies möglicherweise meine letzte Chance gewesen war ihn live gesehen zu haben. Er ist nicht nur mein persönlicher Favorit unter den Loversrock-Performern sondern auch das absolute Inbild der Coolness.  Ein Musiker der definitiv eine besondere Rolle in meinem Leben spielt. So oft gehört, ist seine Musik eng verknüpft mit meiner emotionalen Welt und somit assoziiert mit Erlebnissen und Gefühlen. Der Wert seiner musikalischen Arbeit ist sicherlich unumstritten und ich bin davon überzeugt, dass er nicht nur für mich einen akustischen Meilenstein darstellt. – Schunkel-Reggae der höchsten Güte.

Anfang dieser Woche ist Gregory von uns gegangen. Der Lungenkrebs siegte über seine Physis, doch in meinen und vielen anderen Herzen ,Köpfen  und Musikanlagen wird er wohl Weiterleben. – R.I.P. the Cool Ruler aka the lonely Lover… Ich werde mir nun wohl erstmal 50 Zunderkeile aufwickeln und seine 50 Alben im Marathon hören um diesen Verlust zu verarbeiten.

Im in a sad mood to night…

„Hamburg/London – Er galt als einer der bedeutendsten Reggae-Stars – Gregory Isaacs. Wie unter anderem BBC Carribean berichtet, ist der Sänger am Montag an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben. Die „New York Times“ nannte ihn schon früh den „außerordentlichsten Sänger in der Reggae-Szene“ und attestierte ihm, mit seiner leicht ächzenden und verletzlich wirkenden Stimme mühelos von Liebesliedern zu sozialkritischen Protestsongs übergehen zu können. Für seine Fans war er der „Cool Ruler“, getauft nach einem Album von 1978, das nach Ansicht vieler Kritiker zu seinen besten gehört. Bereits als Teenager begann Isaacs, Musik zu machen, in den siebziger Jahren in seiner Heimat sogar sehr erfolgreich. Insgesamt hat er in vier Jahrzehnten mehr als fünfzig Alben veröffentlicht. Den größten kommerziellen Hit hatte der Jamaikaner 1982 mit der Platte „Night Nurse“ und dem gleichnamigen Song, der in den britischen Charts bis auf Platz 32 kletterte.  Es hätte der Beginn einer internationalen Reggae-Karriere sein können, doch die Drogen machten Isaacs einen Strich durch die Rechnung. Der Sänger wurde mehrfach verhaftet, saß mehrmals wegen Drogen- und Waffenbesitz im Gefängnis und kämpfte lange mit seiner Sucht nach Crack-Kokain. Die Droge wirkte sich auf seine stimmlichen Fähigkeiten aus und führte zu körperlichem Verfall. Zwar veröffentlichte er kontinuierlich Alben, trat aber live immer weniger in Erscheinung. Anfang der Achtziger, auf dem Höhepunkt seiner Karriere, arbeitete er mit Genregrößen wie Lee „Scratch“ Perry und King Tubby zusammen, das Erfolgsalbum „Night Nurse“ entstand in Bob Marleys berühmtem Tuff Gong Aufnahmestudio. Nach Marleys Tod 1981 galt Isaacs in der Szene zeitweilig als einziger legitimer Nachfolger auf dem Reggae-Thron. Isaacs letzte Platte, „Brand New Me“, erschien vor zwei Jahren, seither war er wieder vermehrt auf Tournee. 2009 wurde bei ihm Krebs diagnostiziert. Seine Frau Linda hatte bereits vor wenigen Tagen bestätigt, dass es dem Sänger schlechter gehe. Gregory Isaacs starb in seinem Sommerhaus in London im Kreise seiner Familie. Er wurde 59 Jahre alt.“ -spiegelonline

Videosequence aus dem Film Rockers – a must for reggae-lovers

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